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Logo in den USA

Nachdem wir zuletzt in unserer Reihe “Medien für Schwule weltweit” den Fernsehsender OUTtv aus Kanada vorgestellt haben, schweift der Blick diesmal ins Nachbarland USA. Dort betreibt MTV Networks den Sender “Logo“. Das Programm startete am 30. Juni 2005 und richtet sich an die LGBT-Community (Lesbian/Gay/Bisexual/Transgender). Der Schwerpunkt liegt auf Unterhaltungsformaten, wie Filmen, Serien, Comedy und Infotainment.

Auf Logo wird auch die bissige Comicserie “Rick & Steve” ausgestrahlt, eine Sitcom im Playmobil-Stil. Für Fans der Serie wurde im letzten Jahr die Community happiestgaycouple.com ins Leben gerufen. Allen Freunden von bösem Humor empfehle ich die Videoclips!

Außerdem hat Logo vor zwei Jahren ergänzend zur Website des Senders drei Portale übernommen: 365gay.com liefert Nachrichten für die Zielgruppe und die Magazine afterelton.com/afterellen.com beschäftigen sich mit schwul-lesbischen Inhalten in den Medien.

Bei afterelton.com fiel mir auf der Startseite auch der lesenswerte Artikel über “Verbotene Liebe” (ARD) ins Auge. Die aktuelle Liebesgeschichte mit Christian und Oliver hat sich also bis in die USA herumgesprochen und dort beneidet man uns um diese “Freizügigkeit” im Vorabendprogramm. Deutschland wird als Vorbild für die Toleranz und Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben gesehen. Auch mal eine interessante Sichtweise.

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Queerlee - Alternative zu GayRomeo?

Der Platzhirsch unter den schwulen Dating-Portalen ist eindeutig GayRomeo. Doch habe ich den Eindruck, dass immer mehr Leute nach Alternativen suchen. Vor allem, wenn sie “nur” mit ihren Freunden in Kontakt bleiben möchten und keinen Sex oder Dates suchen. Der Haken: Wer eine sex-freie Community haben will, muss auch seine Freunde zu einem Wechsel bewegen. Aber schon vorher stellt sich die Frage, was der Markt überhaupt an Alternativen bietet.

Da wäre z.B. Queerlee, eine Plattform für “Lesben, Schwule und andere Queers”. Dort verfolgt man den Ansatz eines Social Networks. Eine übersichtliche Navigation, keine Popup-Fenster, Möglichkeiten für Bildergalerien und Interessengruppen. Außerdem gibt’s einen Veranstaltungskalender, mit dem man Nutzer finden kann, die sich für die gleichen Events interessieren. Laut Nutzungsbedingungen sind “Sexuelle Darstellungen, wie Nacktdarstellungen, Pornographie in jeglicher Form, Kraftausdrücke sowie sexuelle Äußerungen” verboten und “Profile dürfen nicht mit ausschließlichem Interesse an Sex erstellt werden”. Damit möchte man die Kommunikation in den Vordergrund stellen, nicht das Dating. Es gibt allerdings auch eine “Matching”-Funktion, mit der man Profile angezeigt bekommen soll, die eine große Übereinstimmung zu den eigenen Profildaten aufweisen.

Die Website wirkt aufgeräumt und man findet sich schnell zurecht. Jedoch können die Profile anderer Nutzer erst vollständig betrachtet werden, wenn man mindestens von drei Leuten als “trusted” bestätigt wurde. Das macht es schwierig, wenn man in der kleinen Community zu Anfang noch niemanden kennt. Nach meiner Recherche sind dort bisher 1.041 Mitglieder registriert.

Kennt ihr Queerlee schon? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Netzwerk gemacht?

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Interview mit Magic M. vom Gay-Party-Guide

Magic M. aus Mülheim schreibt ein Blog, in dem er vor allem von schwul-lesbischen Events in Nordrhein-Westfalen berichtet, Anekdoten erzählt und Veranstaltungstipps gibt. Wir haben ihn im Interview zu seinem Gay-Party-Guide befragt.

TIMM: Wie kamst du auf die Idee zu deinem Gay-Party-Guide?
Magic M.: Ich bin im Prinzip jedes Wochenende irgendwo in der schwul-lesbischen Party- und Veranstaltungsszene von NRW als Fotoscout und auch privat unterwegs. Dabei komme ich auch mit vielen Partygästen ins Gespräch und diversen Besuchern fiel auf, dass ich so gut wie die meisten Events kenne und man mich (fast) überall antrifft. Diejenigen, die ich öfter auf diversen Veranstaltungen treffe, welche mich mittlerweile ein wenig besser kennen, sprachen mich in der Vergangenheit oft auf andere Events an, die der eine oder andere bisher noch nicht oder aber nur vom Hören her kannte. So wurde ich dann häufig nach anderen Partys befragt, wie es denn dort sei, welches Publikum dort verkehrt, wie die Location ist, welche Musik gespielt wird etc. Ein Gast meinte dann im letzten Jahr zu mir, ich könnte mein Wissen doch einmal als eine Art Veranstaltungsführer der Allgemeinheit zugänglich machen. Da ich sowieso u.a. im IT-Bereich beruflich tätig bin und das Web mein Zuhause ist, wurde die Idee eines eigenen Blogs zu dem Thema geboren.

TIMM: Seit wann existiert dein Blog?
Magic M.: Anfang Oktober 2007 habe ich mein Blog zum Thema Events aller Art, Infos rund um die Partys, Insidernews, Anekdoten, die meine Tätigkeit als Fotoscout so mit sich bringt, vermischt mit privaten Erlebnissen bei den Veranstaltungen, gestartet.

TIMM: Was ist deine Motivation? Ist das Blog dein Hobby oder bist du beruflich im Eventbereich tätig?
Magic M.: In den Gesprächen mit einigen mir besser bekannten Gästen stellte sich ebenfalls heraus, dass einige den Dingen, die mir so im Laufe der Zeit passieren, gerne und amüsiert zuhören, was mich in meinem Vorhaben bestätigt hat. Das Blog ist mein Hobby und ergänzt auch gut meine Tätigkeit als Fotoscout. Im Eventbereich - sprich Veranstaltungsmanagement für Kunden und eigene Events - war ich allerdings auch über lange Jahre nebenberuflich tätig.

TIMM: Woher kommt dein Pseudonym “Magic M.”?
Magic M.: Ich war nicht nur im Veranstaltungsmanagement tätig, sondern auch seit etlichen Jahren als DJ, allerdings primär auf nicht schwul-lesbischen Partys und Events aller Art. In einer Location, wo ich langjährig als Resident-DJ tätig war, begrüßte mich eines Abends jemand vom Thekenpersonal mit den Worten: “Ah, heute Abend wieder Entertainment mit Magic Markus.” Somit war dieser Name als mein Pseudonym als DJ geboren. Bis dahin hatte ich keins und legte unter meinem Realnamen auf. Im Laufe der Zeit habe ich das dann verkürzt zu “Magic M.”.

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Mal was anderes: Schwules Wiki

Die Diskussion um schwule Blogs geht munter weiter … und neben Podcasts sowie TV-Sendern ;-) gibt’s auch ein HomoWiki.

Mit bisher 681 Artikeln ist dort noch viel Luft nach oben, aber ein Wiki wächst ja mit der Anzahl und dem Fleiß seiner Nutzer. Das Nachschlagewerk enthält Themenbereiche wie z.B. Begriffe/Symbole, Events/Reisen, Ratgeber/Gesundheit und Sexualität. Dabei steht - wie der Name schon vermuten lässt - der schwul-lesbische Bezug im Vordergrund.

Die Chance eines solchen Wikis ist sicherlich sein Nischencharakter. Man kann konkreter auf spezielle Themen und Fragestellungen der Zielgruppe eingehen als dies in der Wikipedia möglich wäre.

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Podcast zum Thema “schwule Blogs”

Ich möchte einen interessanten Kommentar von “Manniac” zur Diskussion um schwule Blogs noch mal aufgreifen und die Podcast-Ausgabe der Radiosendung “Trackback” (Fritz, RBB) zu diesem Thema empfehlen. Viel Spaß beim Hören!

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OUTtv in Kanada

OUTtv Kanada

Im Ausland gibt’s schon etablierte TV-Sender für Schwule und Lesben. Das weltweit erste Vollprogramm dieser Art startete im September 2001 unter dem Namen “PrideVision TV” in Kanada. Nach Problemen mit einigen Kabelbetreibern - aufgrund von Sendungen ohne Jugendfreigabe - wurde der Sender später in OUTtv und HARDtv aufgespalten, um die Erwachseneninhalte auszugliedern.

Bei OUTtv laufen Informations- und Unterhaltungsformate aus den Bereichen Lifestyle, Comedy, Spielfilme, Dokumentationen, Nachrichten, Kultur und Gameshows. Darunter befinden sich viele Eigenproduktionen.
Auf der Website gibt’s auch ein Blog, in dem jedoch nur unregelmäßig berichtet wird.

Kennt ihr OUTtv aus Kanada? Wie gefällt euch das Programm?

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Schwule und Lesben lesen mehr Blogs

Ein Marktforschungsinstitut hat homo- und heterosexuelle Internetnutzer in den USA zu ihren Aktivitäten im Netz befragt. Die Studie beschäftigt sich u.a. mit den Lesegewohnheiten bezüglich Blogs, der Nutzung von Instant Messengern/Social Networks und der Akzeptanz von Werbung in Blogs.

Im Klartext: 51 Prozent der Homos lesen Blogs, bei den Heteros sind es nur 36 Prozent. Schwule und Lesben haben außerdem bei der Nutzung von Messaging, Social Networks und Datingplattformen die Nase vorn.

Diese Zahlen kommen aus den USA. Bleibt die Frage, wie das in Deutschland ist … Lest ihr noch andere Blogs? Wie verbringt ihr ansonsten eure Online-Zeit?

(via The Gay Dissenter)

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